Rohrleitungen

Zu kleine Rohrleitungen führen zu erhöhter Abnutzung und unnötigem Druckverlust, zu große Rohrleitungen sind unnötig teuer. Die Berechnung der Rohrleitungen für Dampf und Wasser kann auf verschiedene Arten erfolgen: über Durchflusskoeffizient, Druckabfall, gewünschte Durchflussmenge.

Dampf

Kondensat

Kondensatzuleitung zum Kondensatableiter

Die Zuleitung aus dem Wärmetauscher oder der Rohrleitung zum Kondensatableiter wird normalerweise in derselben Dimension ausgeführt wie der richtig ausgelegte Kondensatableiter. Alternativ wird mit der Rohrleitungsdurchmesser weiter gefahren, wie der Apparateausgang ausgeführt ist.

Oft weichen die Nennweite des Kondensatableiters und der Ausgang aus dem Behälters/Wärmetauscher voneinander ab. In den Fällen in denen der richtig dimensionierte Kondensatableiter größer ist sollte die Zuleitung nicht länger als 1 Meter sein. Andernfalls kann die zu kleine Rohrleitung durch zu hohen Druckverlust die Ableiteleistung negativ beeinträchtigen. Als Faustformel gilt, dass die Zuleitungen zu Kondensatableitern eine Länge von 10 Metern keinesfalls überschreiten sollten. Bei Ableitern mit Kondensatrückstau (Bimetall- und Kapsel-Kondensatableiter) ist für die Kondensatunterkühlung eine bestimmte Rohrlänge notwendig, generell gilt aber, dass die Zuleitung zum Ableiter so kurz als möglich gehalten werden soll.

Es ist besonders wichtig, dass Kondensatableiter richtig dimensioniert werden. Dabei ist nicht nur vom maximalen Druck auszugehen sondern auch Teillastfälle zu berücksichtigen bei denen schon viel Kondensat anfällt, aber noch nicht genügend Druck zur Verfügung steht. Da in erster Linie der Differenzdruck entscheidend ist, muss auch der Gegendruck aus dem Kondensatsystem berücksichtigt werden.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in unseren Grundlagen der Dampf- und Kondensattechnologie.